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Samstag, 15. August 2020

Nr. 204 Von ... ROTE ... bis ... ROSEN

 

 
 
 
Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Vor ein paar Wochen stand ich irgendwo in Deutschland vor einer Autobahn Raststätte und wartete auf meinen Mann. Es war noch unverschämt früh am Morgen, die Luft noch klar und still. Ich zog mir den Gesichtsschutz, den ich zuvor im Inneren der Raststätte getragen hatte, vom Gesicht und atmete tief ein. Dann sah ich mich verstohlen um, und da ich mich unbeobachtet wähnte, fing ich spontan an vor mich hin zu prusten, zu summen und noch viele andere seltsame Töne von mir zu geben. Schließlich sprach ich noch diverse Sätze, mal aufbegehrend und dann wieder ruhig, in jedem Fall aber gut hörbar. Ich dachte, zum soundsovielten Male, über mögliche Sinnvarianten eines bestimmten Satzes nach, was ich sogleich dann auch in veränderter Intonation zum Besten gab ... als plötzlich ... jäh und unvermittelt, der Motor eines Lastwagens startete. Peinlich berührt war ich deshalb zeitgleich erstarrt, als besagter Laster daraufhin langsam anfuhr, während der Fahrer mir einen Blick zuwarf, den ich nicht so recht zu deuten wusste - womöglich aber auch nicht wollte. Da stand ich also, der Mundschutz flatterte im Wind zwischen meinen Fingern, und im Grunde ... war eigentlich alles so wie immer:

Der ganz normale Wahnsinn im Leben einer Schauspielerin eben, auf dem Weg zu einem Casting, die Nerven latent gespannt.

An dieser Stelle ... herzlich willkommen zurück! Und Sie werden es bereits verwundert bemerkt haben ... es ist noch nicht September und somit das offizielle Ende der Trötgedanken Sommerpause. Diesmal ist tatsächlich alles anders.
 


Getreu dem Motto „Darfs ein wenig mehr sein?“, seien Sie doch bitte so nett und legen einfach noch ein JÄHRCHEN oben drauf.

HUCH? Ja. Sie haben richtig verstanden.
 
 
In der ein oder anderen Serie würde nun eine freundliche Stimme aus dem OFF sagen: WAS IN DER LETZTEN FOLGE GESCHAH ... und der Zuschauer würde kurze Ausschnitte aneinandergereihter Szenen zu sehen bekommen. Zum Beispiel, wie sich der weltbeste Mann innerhalb einiger Wochen diverse Male freinahm, um mich in aller Herrgottsfrühe nach Lüneburg zu fahren, damit ich auch wirklich wohlbehalten ankomme und wegen des Castingstresses nicht womöglich noch einen Unfall baue. Anfänglich hatte wegen Corona nämlich die strikte Anweisung der Produktion gelautet, öffentliche Verkehrsmittel zu meiden. Weiter im Rückblick würde der Zuschauer womöglich ebenfalls zu sehen bekommen, wie der weltbeste Mann irgendwann grinsend vor mir steht, den wohlverdienten Champagnerschluck im Glas schwenkend, aus einer Flasche die wir seit letztem Jahr mal für einen ganz besonderen Augenblick aufgehoben hatten. Der Zuschauer würde sich daraufhin womöglich vor Lachen biegen, über diese eine Szene, in der ER über das Leben mit einer Schauspielerin sinniert, seiner Ehefrau, also mir. Aus der Sicht des weltbesten Mannes nämlich, lässt sich solch ein Zusammenleben scheinbar auf drei ganz grundlegende Phasen herunterbrechen:

Phase 1: „Ich kriege nie wieder eine Rolle!“

Phase 2: „Ich hab die Rolle!!!!!!“

Phase 3: „Ich glaub ... ich kann das gar nicht mehr!“(Schauspielern)

Und wieder von vorn ...
 
 
 
Womöglich haben Sie es ja bereits irgendwo gelesen:

Für mich soll’s ROTE ROSEN regnen ... sang Hildegard Knef ja schon so wunderbar treffend. Besser kann man es nicht sagen, oder? Außer vielleicht noch Folgendes: Bleiben Sie mir treu und folgen Sie mir doch, für diese aufregende Zeit, stattdessen auf Instagram oder auf Facebook. Bestimmt gibt es im Trötarchiv aber auch noch viel zu stöbern! Oder vertiefen Sie sich doch in einen meiner Romane .... oder betrachten Sie meine Schnappschüsse ... oder ... oder ... und: Wenn Sie mich mal in laufenden Bildern und nicht (nur) dem geschriebenen Wort erleben wollen, dann schalten Sie ab (ungefähr) Oktober dieses Jahres die ROTEN ROSEN ein oder statten der ARD Mediathek einen Besuch ab! Dann können Sie mir eine Staffel lang dabei zusehen, wie ich als MONA HERZBERG die Höhen und Tiefen des Lebens meistere!

So oder so ... erst mal sehen wir uns ... und irgendwann lesen wir uns dann (auch) wieder! Wann genau die Trötgedanken 2021 weitergehen werden, werden Sie an dieser Stelle beizeiten erfahren.

Bis dahin jedoch ... schlafen Sie gut!

Und bleiben Sie gesund.

Ihre

Jana Hora-Goosmann
 
 
 

Freitag, 12. Juni 2020

Nr. 203 Von ... "Gewohnheitstier ... bis ... Sommerpause!"






Liebe Leserinnen,
liebe Leser ... der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

Vor geraumer Zeit, aus einer spontanen Laune heraus, hatte ich unsere Küchenuhr mal an die gegenüberliegende Wand gehangen. Stattdessen, an die zuvor gewohnte Stelle, platzierte ich eine alte Kuchenform. Besagte Kuchenform (Guglhupfform) begleitet mich tatsächlich bereits seit meiner Kindheit, sodass ich vor Jahren mal alles daran gesetzt hatte, sie meiner Mutter erfolgreich abzuschwatzen. Nun jedoch ... nachdem wir all die Jahre zuvor noch mühelos die Uhrzeit an besagter Wand hatten ablesen können, hing da also plötzlich besagte Kuchenform. Das hatte zur Folge, dass der weltbeste Mann und ich, im Laufe der Zeit eine skurrile Art des Wettbewerbs entwickelten. Herrlich, wenn man den anderen dabei ertappt, wie ER oder SIE in die alte - also falsche Richtung – schaut: ES IST KURZ VOR KUCHEN, heißt es dann.

LACHEN GARANTIERT.

Von heute an sind es übrigens noch 202 Tage bis zum Jahresende. VIELES ... das uns BIS JETZT in 2020 ereilt hat, war in gewisser Hinsicht neu, ungewohnt, womöglich auch beängstigend. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier. Wenn es um das Aufbrechen alter Strukturen geht, so wie bei uns mit unserer Küchenuhr, dann ist das ein scheinbar langwieriger Prozess. Im übertragenen Sinne heißt das vielleicht auch, dass man sich zwischendurch mal bei dem Gedanken ertappt, die Küchenuhr einfach wieder an ihren alten Platz hängen zu wollen.
Aber mal ganz ehrlich ... will man das wirklich? Stehenbleiben? Sich nicht weiterentwickeln? Das Gehirn will gefordert werden – und der Charakter sowieso.
Oder etwa nicht?

CHARAKTER ZEIGEN:

(M)EIN SCHÖNHEITSIDEAL.

Das #thenewnormal zu akzeptieren und (auch) zu leben, bedarf eben (auch) einer bewussten Entscheidung.

HUGO VON HOFMANNSTHAL hatte es bereits zu seiner Zeit trefflich auf den Punkt gebracht:

DAS GANZE LEBEN IST EIN EWIGES WIEDERANFANGEN.

In diesem Sinne ... Sie haben es womöglich schon geahnt?


Die Trötgedanken gehen in die Sommerpause!

Und wie immer an dieser Stelle frage ich mich, wie die Welt, meine Welt, nach einer Pause wohl aussehen mag? Und so musste ich in den letzten Tagen recht oft an Stephen Colbert denken, Moderator der amerikanischen THE LATE SHOW. Dieser war ab einem bestimmten Zeitpunkt der akuten Corona Phase in die Pause gegangen - um sich anschließend, inmitten der Proteste zu George Floyds Tod, aus seinem Home (Office) Studio wieder zurückzumelden. Als Zuschauer kam es einem so vor, als würde er von einer sehr weit zurückliegenden Zeit erzählen, als er beschrieb, mit welchem Gefühl er sich zuvor in die Pause verabschiedet hatte: EINE ZEIT, IN DER MAN DACHTE, DASS DAS AKUT GRÖSSTE PROBLEM DER BESUCH BEIM GEMÜSEHÄNDLER SEI ...

Lassen Sie es mich in Trötgedanken-Manier mal so sagen:

ES IST KURZ VOR KUCHEN!

Wie wäre es also ... hängen Sie doch ... vielleicht mal was um! Nur mal so! Mal sehen was passiert. Und falls Sie in der Pause ein wenig Inspiration brauchen sollten, stöbern Sie doch einfach im Tröt-Archiv!

Schlafen Sie gut. Und bleiben Sie gesund!

Ihre



Jana Hora-Goosmann

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